5/1998

 Ferienglück im Haus am Meer

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In einem wunderschönen, reetgedeckten Haus ist das Büro unseres
Ferienhausvermieters untergebracht. Wir bekommen den Schlüssel, ein paar Zettel mit Gebrauchansweisungen für unser Haus und dazu den Hinweis, dass gleich jemand kommt, wenn etwas nicht funktionieren sollte. Wir fühlten uns wie bei Freunden.

Das gelbe Holzhaus, das für zwei Wochen unseres ist, liegt mitten in
den Dünen, umfriedet von einem niedrigen Zaun gegen den Wind.
"Sand" jubelt Jula und schaufelt und siebt, während wir das Auto auspacken.
Zu den Dünenhäusern führen jeweils nur schmale Stichstrassen, wunderbar, das Kind kann spielen, wir müssen es nie ängstlich zurückpfeifen, wenn wir irgendwo ein Motorengeräsch hören.
Innen ist unser Ferienhaus sachlich, praktisch gut. Wir haben verschwenderisch viel Platz, eigentlich könnte das Haus acht Personen aufnehmen. Als Spätbucher mussten wir eben nehmen, was es noch gab. Aber mit kleinem Kind hat man sowieso nie zuviel Platz. Und dass uns unsere Hamburger Freunde am Wochenende besuchen können, ist auch nicht schlecht.

Der Wind trägt Wellenrauschen bis ans Haus. Also nichts wie ans Meer. Die kurze Strecke schafft auch unsere Kleine zu Fuss, vom Haus ins Nass sind es nur etwa 300 Meter. Über uns Sonne, unter den Füssen warmer Sand, kaum Menschen, es ist zum Seufzen schön.


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