Wenn die Sonne am
Horizont versinkt, wirken die Dünen wie gewaltige Wellenbrecher, stark genug, die glitzernde Nordsee von ihrem
landfresserischem Tun abzuhalten. Die schönste Aussicht auf das Spektakel bietet "Udsikten", das
am höchsten gelegene Haus von Vejers Strand. Es wurde in den zwanziger Jahren gebaut, als es hier nur eine
Streusiedlung mit ein paar Fischerhütten gab.
Heute ist es
einer der letzten Altbauten inmitten einiger hundert Ferienhäuser.
Aber was heisst schon inmitten, wenn die Häuser über eine Strecke von drei Kilomtern in den Dünen
versteut liegen. Spätestens im Herbst sind die 50 Einheimischen wieder unter sich.
Dann legt sich
Havgris, Küstennebel, auf die Fenster, und Rothirsche trauen sich aus den Waldungen und ziehen an "Udsikten"
vorbei. Auf einem weitläfigen Gelände vor dem Ort übt das dänische Militär, aber zu hören
ist davon kaum einmal etwas. Im Juli und August ruht der Betrieb onehin: auch die Soldaten Ihrer Majestät
brauchen hin und wieder eine kleine Pause. |