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Rotwild - die vier Jahreszeiten

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Rotwild in Dänemark

In der Gegend um Vejers gibt es eine der größten Populationen wildlebender Rothirsche in Dänemark. Rotwild hat die größten Hirsche, bei denen die Männchen fantastische Geweihe tragen. Der Rothirsch besitzt einen unglaublich guten Geruchssinn, und sobald er den Geruch eines Menschen aufnimmt, ergreift er die Flucht. Vejers ist einer der Orte, an denen du die besten Chancen hast, die schönen Wildtiere live zu sehen. Denken immer daran, dich gegen den Wind zu stellen, damit dein Duft die Tiere nicht vetreibt. Und dann heißt es ganz still sein - das Rotwild kann nämlich das geringste Seufzen hören – und ist klug genug, um seine Ohren in alle Richtungen zu drehen.

Eine aufregende Aktivität für Erwachsene und Kinder ist es, auf die Pirsch zu gehen, wo ihr euch so nah wie möglich an das Schauspiel heranschleicht. Jäger nennen es Pirschjagd. Es ist ursprünglich ein deutscher Begriff und kann als "Listenjagd" übersetzt werden. Also: stets die Ruhe bewahren, eventuell ducken euch oder auf eine Düne klettern - im Gegenzug könnt ihr ein erstaunlich wildes und wundervolles Vejers erleben.

Hier triffst du auf Rotwild

Tagsüber leben die Rothirsche häufig in und bei Nadelwäldern, z.B. südlich und westlich von Vejers. An einigen Stellen könnt ihr sogar „Tunnel“ durch den Wald entdecken, die genau der Höhe der Tiere entsprechen. Fahrt vielleicht auf dem Kallemærskvej nach Süden, um zum Übergang zwischen der Nadelplantage und der Kallemærsk-Heide zu gelangen - dort gibt es nämlich auch tolle Möglichkeiten, das Rotwild zu sehen. Aber denkt daran: Wenn die orangefarbende Kugel oben ist, dürft ihr die Heide von Kallemærsk weder betreten noch durchfahren.

Rotwild sehen

Am besten geht ihr kurz vor Sonnenuntergang los oder, falls ihr Morgenmenschen seid, kurz vor Sonnenaufgang. Dann sind die Tiere normalerweise am aktivsten.

Nachts, wenn der Mond die Landschaft in helles Licht taucht oder in einer hellen Sommernacht könnt ihr das Glück haben, einen majestätischen Schatten vor dem sicheren Schutz des Waldes stehen zu sehen und kauen zu hören.

Entlang des Vejers Havvejs gibt es wirklich gute Möglichkeiten, das Rotwild auf den offenen Ebenen zu sehen. Ansonsten könnt ihr den  Råsøvej entlang nach Norden in Richtung Børsmose fahren, und dann weiter über den Urkokvej und den Kærgårdsvej bis nach Grærup Langsø. Sowohl in der Dämmerung als auch in der Nacht und im Morgengrauen grasen die gekrönten Hirsche gern auf den Wiesen östlich des Sees. Es ist nicht ungewöhnlich, dass hier an einem frühen Morgen oder an einem späten Abend bis zu 50 Tiere gezählt werden. Tagsüber fressen die Tiere und ruhen sich im dichten Weidendickicht am See aus. Es gibt jedoch auch Tage, an denen das Rotwild in großen Herden/Rudeln nahe der Straße östlich von Langsø gesehen wird. Wenn ihr Glück habt, könnt ihr hier bis zu 150-200 Tiere gleichzeitig sehen.

Weitere gute Orte

Auch hier kannst du fündig werden: beim Aussichtsturm am Grærup Havvej in der Nähe vom Grærup Langsø, am südwestlichen Ende vom Filsø in der Nähe des Parkplatzes bei Nørre Enge in Kærgård in der Gegend vom Redningsvej in der Blåbjerg Klitplantage. All diese Orte liegen nur eine kurze Fahrt von Vejers entfernt. Auch ein Spaziergang kurz nach Sonnenuntergang oder vor Sonnenaufgang bietet gute Chancen auf die schönsten Naturerlebnisse mit wilden Tieren.

Frühling

Im Frühjahr beginnen nicht nur Pflanzen und Bäume in voller Blüte zu stehen, sondern auch das neue Geweih des Rotwilds zu wachsen, sodass es für die Herbsthitze groß und schön sein kann.

Während das Geweih des Hirsches wächst, ist es von einer weichen, samtigen Haut umgeben, die mit Blutgefäßen gefüllt ist. Zu dieser Jahreszeit sieht man den König des Waldes mit seinem pelzigen Geweih, was ganz normal ist - sein Geweih fängt gerade an, noch größer und schöner zu werden als im Jahr zuvor.

Das Geweih des Rotwilds wird von Jahr zu Jahr größer, bis es im Alter von acht bis zwölf Jahren seinen Höhepunkt erreicht. In diesem Alter wiegen die Geweihe über zehn Kilogramm und können mehr als insgesamt 20 Geweihspitzen haben, die als Enden bezeichnet werden.

Obwohl das Geweih mit jedem Jahr größer wird, lässt sich an der Anzahl der Enden nicht ablesen, wie alt das Geweih ist.

Beim Waldspaziergang werden dir vielleicht Bäume auffallen, bei denen die Rinde abschält wurde. Die Rindensäfte der Bäume sind nach dem Abklingen der Winterkälte nämlich wieder ins Fließen gekommen, und sie fließen direkt hinter der Rinde und lockern diese dabei. Das nutzen die cleveren Rothirsche aus, und das Rindeknabbern ist eine ihrer liebsten Beschäftigungen ist - entweder um sich den Magen zu füllen oder aus purer Langeweile. Dies wird zum Problem für die wehrlosen Bäume. Denn die Tiere schälen oft so viel Rinde ab, dass die Bäume schließlich daran sterben. Und so zeigt die Natur ihr raues Gesicht in der sonst so friedlichen Landschaft, die wir hier an der Westküste haben.

Sommer

In den Strahlen der Sommersonne bekommt das Fell des Rotwilds wieder seine schöne rotbraune Farbe. Das stumpfe, graue Fell des Winters wurde abgeschüttelt, und das weibliche Rotwild (Kahlwild) bereitet sich darauf vor, den Nachwuchs zu empfangen. Die Kälber werden im Mai und Juni geboren - rechtzeitig, damit sie groß und stark werden können, bevor die Winterkälte aufzieht. Und damit die weiblichen Tiere wieder bereit sind für die nächste Brunftzeit, die im Herbst beginnt.

Im Sommer ernähren sich die Rothirsche von den vielen Gräsern und Kräutern, die der Frühling hat sprießen lassen. Aber in der Dunkelheit der Nacht schleichen sich die Tiere auch auf die Felder der Bauern, wo sie genussvoll naschen. Denn wer liebt nicht ein üppiges und reichlich gefülltes Buffet mit Müsli und Rüben zum Mitnehmen?

Im August bereitet sich das Rotwild auf die Brunft vor, die Hirsche "fegen" ihr Geweih gegen die Bäume und Büsche des Waldes. Das Geweih hat seine volle Größe erreicht, und der pelzige Bast darum herum muss verschwinden. Der Hirsch nutzt die Gelegenheit, sein Geweih gnadenlos an allem in seiner Umgebung zu kratzen, bis die Königskrone so schön steht, wie wir sie kennen - bereit, sowohl die weiblichen Tiere als auch die Menschen zu beeindrucken.

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Herbst

Im September und Oktober füllt das Brüllen von Rotwild die Wälder um Vejers. Es ist Brunftzeit geworden. Während die Hirsche das ganze restliche Jahr über in kleinen Rudeln zusammenbleiben, heißt es jetzt jeder gegen jeden. Die erwachsenen männlichen Tiere errichten ihre eigenen Brunftgebiete, in denen sie versuchen, ein "Harem" aus weiblichen Tieren zu sammeln.

Während der Brunft behält der männliche Hirsch sein Harem im Auge und untersucht regelmäßig seine weiblichen Tiere. Er beobachtet, ob sie zur Paarung bereit sind. Und er erkennt sofort, wenn es soweit ist. Andere Rivalen lauern im Schatten am Rande seines Territoriums mit dem zwielichtigen Ziel, entweder die weiblichen Tiere wegzulocken oder sie sogar zu decken, falls sich die Gelegenheit ergeben sollte. Daher ist es für das Rotwild unerlässlich, sein Territorium rund um die Uhr zu bewachen.

Wenn die Rivalen stark genug sind, können sie sogar versuchen, das gesamte Territorium und das Harem seinem Besitzer streitig zu machen. In diesem Fall muss der ursprüngliche Wachmann den Herausforderer am Tor bekämpfen. Die Kämpfe können sogar so gewalttätig werden, dass sie für den Verlierer zum Tod führen. Wie Darwin es schon beschrieben hat - der Stärkste überlebt. Auch an Dänemarks wilder Westküste.

Winter

In den dunklen Wintermonaten muss man sehr genau hinsehen, um den Rothirsch zu Gesicht zu bekommen. Das rotbraune Fell des Sommers ist gräulicher geworden. Gleichzeitig ist es dicker, damit sich die Tiere warmhalten können.

In der kargen und kalten Erde gibt es nicht viel zu fressen. Daher finden halten sich die Tiere tagsüber hauptsächlich im Nadelwald auf, wo sie die Triebe der Nadelbäume fressen und den Waldboden nach den Wurzeln der Anemone absuchen und abgrasen, denn diese sind mit guten Nährstoffen gefüllt.

Im Mondschein kann man das Glück haben, die Umrisse der großen Tiere zu sehen, die außerhalb des sicheren Schutzes des Waldes verweilen. Nachts kommen die gekrönten Hirsche heraus, um zu fressen, was nach dem Winter von Gras und Heide übrig ist. Wenn die wenigen Sonnenstrahlen wieder über den östlichen Horizont kriechen, ziehen sich die schüchternen Tiere wieder in die Sicherheit des Nadelwaldes  zurück.

Die Tiere halten sich immer in der Nähe ihres Rudels auf. Wenn du also einen einzelnen Hirsch am Waldrand stehen siehts, dann sind garantiert mehrere Tiere in der Nähe.

Das weibliche Rotwild, auch Kahlwild genannt, und ihre Kälber sind in ihren eigenen Herden versammelt, wo auch ein alter, weiser Hirsch das Rudel führt.

Die männlichen Hirsche hingegen leben in ihren eigenen, kleineren und führerlosen Rudeln. Dennoch gibt es eine klare Hierarchie - der stärkste Hirsch übernimmt die Führung, die Jüngsten ziehen nach.

Im Winter verlieren die Hirsche ihr Geweih, ab Februar wächst es wieder neu. Mit etwas Glück findest du eine der Stangen des Geweihs am Waldboden oder im Moor - und kannst sie als Andenken an die fantastische Natur der Nordseeküste mit nach Hause nehmen. Du kannst es aber auch liegen lassen - Mäuse und andere Nagetiere freuen sich über die leckere Knabberei. Wenn die erste Frühlingssonne den Waldboden wieder erwärmt, wird das Geweih bereits verschwunden sein.

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